image/svg+xmlUPDATE: Eine Fortbildung als eigenständige Veranstaltung wird es auf absehbare Zeit nicht geben. Es ist zu aufwendig, zu langsam und hat zu wenig globale Auswirkungen. Stattdessen lade ich alle an Fortbildung interessierten Menschen ein, regelmäßig die Transformationsgruppen zu besuchen. Hier fließen Selbsterfahrung, Einzelsitzungen, Gruppenzugehörigkeit, Fortbildung, Vernetzung, Meditation und Supervision in EINS zusammen. Supervision / Fortbildung mit Gopal Traumatherapie : Kontext und Orientierung Da ich nicht nur von betroffenen Menschen im Rahmen von Hilfs- angeboten für Traumaheilung ange- sprochen werde, sondern auch immer mehr von Körpertherapeuten, Psycho- therapeuten, spirituellen Lehrern, Klinikern, Ärzten, usw. habe ich mich entschlossen Supervision anzubieten und bin außerdem dabei eine Traumafortbildung auszuarbeiten. Was ich in Supervisions-Gesprächen erfahre ist, dass es im wesentlichen immer um die gleichen Themen geht. Ich nenne das die horizontale Ebene von Nähe und Distanz, sowie die vertikale Ebene der Hirnregionen mit den entsprechenden Defensivkreisläufen. Das heisst, ich vermittle die Orientierung innerhalb dieses Koordinatenkreuzes: Bewusstsein Energieebenen Nähe ----- Sicherheit/Kontakt ----- Distanz Angriff/Flucht Erstarrung Dafür beschreibe und erkläre ich u.a. anhand der Polyvagaltheorie wie das Nervensystem bezüglich Trauma und Defensivkreisläufe aufgebaut ist und wie es im
image/svg+xmltherapeutischen Kontext reagiert. Außerdem wie man einschätzen kann in welchem physiologischen Zustand sich ein Klient befindet. Denn nur wenn man weiß wo jemand gerade ist, aus Sicht der Hirnregionen und Defensivkreisläufe, kann ich überhaupt mit ihm in Kontakt treten. Entweder über einen verbalen Dialog wenn das SES online ist, oder ich muss helfen zu erkennen, dass Kampf oder Flucht im Moment nicht notwendig sind. Oder ich muss anleiten aus der Erstarrung zurück in den Körper und zur Wahrnehmung der Umgebung zu kommen. Darüber hinaus ist es notwendig zu erkennen, in welchem Alter das Nervensystem festhängt, also aus welchem Alter heraus das autonome Nervensystem kommuniziert und ob sich jemand hauptsächlich in feinstofflichen Energieebenen jenseits des physischen Körpers bewegt, was nicht zwingend gleichzusetzen ist mit Dissoziation. Noch weiter geht es wenn der Therapeut in die Lage versetzt wird, direkt anhand der Wahrnehmung aller eigenen Chakren gleichzeitig zu spüren was auf welcher Ebene im Bewusstseinsraum des Klienten vor sich geht. Das sind sehr komplexe Wahrnehmungen und können und sollten im Idealfall geschult werden. So ist der Therapeut in der Lage ohne dass auch nur ein einziges Wort gewechselt wurde, die Gesamtsituation des Klienten in weniger als einer Sekunde zu erfassen. Je weniger Identifizierung der Therapeut mit inneren und äußeren Erscheinungsformen hat, desto mehr kann er den Zustand des Klienten in sich zulassen und neutral wahrnehmen ohne selber aus seiner Zentrierung bewegt zu werden. Weiter geht es darum, zu lernen dem Klienten mehr und mehr Raum zu lassen was Nähe und Abgrenzung angeht. Der Therapeut muss einen möglichst weiten inneren Raum zur Verfügung stellen, in dem sich der Klient annähern und distanzieren kann ohne dass der Therapeut die Verbindung fallen lässt! Der Therapeut muss lernen die Bewegungen von Grenzüberschreitung, Angriff, Entwertung aber auch Distanzierung, Ablehnung und Autonomie mitzugehen ohne in unkontrollierte Gegenübertragungen zu geraten. Das ist letztlich der zentrale Aspekt aller Heilung, und bedeutet den Klienten in allen Bewegungen und Manifestationen anzunehmen. Das führt dazu, dass der Klient sich solange in seinen Mustern bewegen kann bis er sich sicher fühlt, um dann von da aus neue Erfahrungen zu machen. Nur wer in alten Mustern total angenommen wurde (was nicht heist, dass man sie unkontrolliert ausagieren lässt) kann sich in Neues vorwagen! Im Supervisions-Gespräch klären wir an welcher Stelle es zur Aktivierung von alten Zuständen im Kontakt mit dem Klienten kommt, insbesondere auch außerhalb der Sitzungen! Das Ganze lässt sich wie schon beschrieben auf 3 Faktoren reduzieren: Probleme mit Distanzierung/Autonomie oder mit Grenzüberschreitung/Nähe/ Beziehungsangeboten oder mit der Verwechselung von Ebenen. Dann besprechen wir mögliche Umgangsformen mit diesen Situationen ohne die Beziehung zum Klienten zu gefährden. Natürlich sind alle anderen Themen ebenfalls willkommen, es hat sich
image/svg+xmljedoch gezeigt, dass sich die meisten Probleme letztlich immer auf diese 3 Faktoren zurückführen lassen. Damit zusammen hängt die Frage, warum will ich überhaupt therapeutisch tätig sein, wo genau kommt die Energie dafür her? Wenn das wirklich in der Tiefe beleuchtet wird reduziert sich die Gefahr von Gegenübertragungen. Denn nur so kann ich ganz präzise wissen welche Reaktionen und Beziehungsmuster des Klienten eine Aktivierung bei mir auslösen. Die Klärung dieser Frage gehört zu den zentralen Aspekten bei Supervision und Trauma-Fortbildung. Es könnte z.B. sein, dass es sich um eine Reinszenierung seitens des zukünftigen Therapeuten handelt, der sich ein Setting erschafft, wo er sich wiederum nicht ganz und gar leben und ausdrücken kann, da er heute aus therapeutischen Gründen die Gegenübertragungen kontrollieren muss. Es geht darum diese Dinge bewusst zu machen, nicht sie zu ändern. Zusammen mit dem Verständnis der neurophysiologischen Vorgänge im autonomen Nervensystem und den feinstofflichen Ebenen entwickelt sich ein multidimensionales Gewahrsein auf allen für die Heilung relevanten Ebenen: Neurophysiologie, Bindungsmuster, feinstoffliche Ebenen. Somit ist ein sicheres Navigieren im therapeutischen Beziehungs- und Körperkontext mit dem Klienten möglich und führt sehr schnell zu tiefgreifenden Veränderungen. *** All dies und noch viel mehr wird auch Teil der Fortbildung sein, die ich am vorbereiten bin und in der Zukunft anbieten werde. Dabei geht es hauptsächlich darum Psychotraumatologie und Spiritualität zusammen zu bringen. Die Schwerpunkte: 1. Ebenen erkennen und auseinander halten 2. Neurophysiologie und die Bedeutung von Sicherheit 3. Bindungs-/Beziehungsmuster 4. Feinstoffliche Ebenen Diese Fortbildung wird methodenfrei sein, es geht nicht um eine bestimmte Technik, sondern um das Lernen und Üben mit dem Klienten zu sein . Das heist, das was die TeilnehmerInnen mitbringen an eigenen Methoden womit sie bereits arbeiten, können sie auf der entsprechenden Ebene anwenden. Es kommt sozusagen nur das Lernen und das Einordnen in den Traumakontext dazu. Wer keine Methode gelernt hat, kann sich im Gesprächskontext bewegen und so traumatisierte Menschen ebenfalls sicher begleiten. Die Fortbildung soll Therapeuten hervorbringen, die Sitzungen aus sich selbst heraus, aus dem Moment, völlig frei entstehen lassen können.
image/svg+xmlAuf der praktischen Ebene wird sich alles darum drehen, zu lernen sich im Kontakt zu entspannen und die inneren Vorgänge zu kommunizieren, auch in Gruppen. Das werden wir üben, üben, üben :-) und erfahren, dass es sicher sein kann, dass es eine wunderbare Erfahrung ist. Zum zweiten üben wir Defensivzustände zu erkennen und regulierend einzugreifen. Für eine sichere Arbeit mit traumatisierten Menschen ist es zwingend notwendig mit extremen Zuständen wie Überflutung, Flashback, Panikattacken, akuter Suizidalität, tiefem Hass, körperlichen Entladungsvorgängen, Dissoziation und Erstarrung routiniert und selbstsicher umzugehen. Aber auch mit Bewegungen wie Grenzüberschreitung, chaotischen Interaktionsmustern, Verliebtsein und sexueller Anziehung, die manchmal eine noch größere Herausforderung für den Therapeuten darstellen. Das geht nur mit dem entsprechenden Wissen über die Vorgänge im Gehirn und Nervensystem, viel Erfahrung mit eigenen inneren Vorgängen und durch praktisches Üben. Das Beenden einer Überflutung oder Dissoziation z.B. sollte quasi im Schlaf beherrscht werden. Neben dem Zweier-Setting wird es später auch Module für Paararbeit und Gruppenarbeit im Traumakontext geben. Gopal www.traumaheilung.net