FLOATING-Theorie: Projektion auf nicht vorhandene Menschen (Schulung Traumatherapie)
Wenn ein Teilnehmer beim FLOATING nicht auf real vorhandene andere Teilnehmer projizieren kann, weil sein Bedarf nach Abstand so immens ist, muss man so arbeiten, dass man einen in der Vorstellung nicht vorhandenen Menschen als Projektionsfläche nimmt (ein nicht vorhandener Mensch ist aus der inneren Sicht wohlgemerkt auch da, es gibt ihn nur nicht). Der Teilnehmer muss dann angeleitet werden, sich zunächst mit diesem „Menschen“ auszutauschen, im Sinne von „Was würdest du diesem Menschen der nicht da ist jetzt am liebsten sagen?“. Wenn man das so einige Zeit macht, entsteht im Teilnehmer mehr Stabilität, auch wenn der Dialog einseitig ist und nur in der Vorstellung und mit jemandem der gar nicht da ist. Dadurch kann dann der Teilnehmer irgendwann eine der 4 gefährlichen Handlungen auf einen der real vorhandenen anderen Teilnehmer projizieren. Solange das Gegenüber auf der inneren Bindungsebene für den Teilnehmer aber nicht vorhanden ist (nicht mal als Projektionsfläche!), kann man natürlich auch keine Handlung auf denjenigen projizieren.
Unterscheidung beider Typen:
Der Verschmelzungstyp „hatte“ ein Gegenüber, aber die Verbindung ist abgebrochen durch Weggehen des anderen.
Der Autonomietyp „hatte“ noch nie ein Gegenüber, er weiß also gar nicht was er sucht.
Gopal
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