DOMINANZ, um Einsamkeit auszublenden
Manche Menschen, die dominante, aggressive Elternteile hatten oder schwache „nicht vorhandene“ tendieren dazu, nach außen Krieg zu führen und sich gleichzeitig in die emotionale oder körperliche Selbstwahrnehmung zu flüchten.
Sie bauen in sich ein ganzes „lebendiges“ inneres Universum auf, in dem sie scheinbar niemanden brauchen. Befeuert von spirituellen Konzepten irren sie in sich selbst herum, ohne zu verstehen, dass sie eigentlich den Kontakt nach außen!!! suchen.
Alles was von außen kommt wird jedoch als Angriff, Manipulation erlebt, was die eigene Autonomie bedroht oder als Schwäche abgetan, was zu einem verzerrten Selbstbild von geradezu grenzenloser Selbstherrlichkeit führt. Für solche Menschen sind wenig direktive Methoden wie NARM® oder stark wahrnehmungszentrierte Methoden wie SE® oder TRE® möglicherweise tendenziell weniger hilfreich. Betroffene fühlen sich zwar damit wohl, kommen jedoch nicht wirklich weiter.
Es braucht ein Szenario bei dem der Therapeut nicht auf das beeindruckende ich-brauche-niemanden-Spektakel hereinfällt, sich aber auch nicht durch endlose Auseinandersetzungen und Verletzungen (Drama damit keine Nähe und gefühlte Abhängigkeit entsteht) irritieren lässt und stattdessen die völlige Verzweiflung und Einsamkeit sehen kann und liebevoll aber ohne einen Millimeter zu weichen auf den Mechanismus hinweist, mit dem die Betroffenen ihr Leben und ihre Beziehungen ruinieren: nämlich ständig Konflikte und Drama heraufzubeschwören, damit nie Nähe und Ruhe entstehen kann und die Aufmerksamkeit/Energie vom außen abzuziehen und sich endlos in sich selbst zu drehen, ohne dadurch wirklichen Kontakt zu ihrem nicht integrierten Kernerleben zu bekommen oder gar dieses mitzuteilen: Hilflosigkeit, Einsamkeit und Trauer.
Gopal






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